Projekt der Heizungs- und Wasserversorgungsanlage

  • Hauptwärmequelle — ein Gaskessel, Reserve — ein Elektrokessel. Am Vorlauf jedes Kessels sind Rückschlagventile installiert (Schutz vor Beimischung des Wärmeträgers).
  • Indirekt beheizter Warmwasserspeicher (IWS), wandhängend, mit integriertem Heizstab zur Reserveerwärmung; die Wassererwärmung erfolgt über einen separaten Kreis vom Gaskessel.
  • Verteilerbasierte (radiale, „sternförmige“) Verteilung zu den Heizkörpern — eine eigene Leitung zu jedem Verbraucher, Absperren jedes Heizkörpers ohne Stopp der Anlage.
  • Beimischgruppe für die Fußbodenheizung — Dreiwegeventil mit Thermostatkopf und eigene Umwälzpumpe des Kreises.
  • Kaltwasser aus dem Stadtnetz (ohne Automatik) — Schmutzfänger, Wasserzähler und Verteiler; Nachspeisung der Heizung, Ausdehnungsgefäß mit Rückschlagventil.
  • Warmwasser über einen Verteiler — Verteilung analog zum Kaltwasser, mit Thermometer in der Leitung.

Projektbeschreibung

Die Planung der technischen Anlagen eines Einfamilienhauses erfordert Genauigkeit. Ein Fehler im Kesselanschluss oder in der Verteilung kann zu Nacharbeiten und zusätzlichen Kosten führen. In diesem Beitrag betrachten wir ein typisches Projekt für Heizung und Wasserversorgung, das im 3D-Editor pipes.applicode.ru erstellt wurde.

Dieses Schema ist eine fertige Lösung für ein Haus mit Gaskessel, indirekt beheiztem Warmwasserspeicher, Heizkörpern und Fußbodenheizung. Betrachten wir jede Baugruppe im Detail.

Farbcodierung der Rohre im Projekt

Damit das Schema intuitiv lesbar ist, wird im Projekt eine Markierung verwendet:

  • 🔴 Rot/gelb — Heizkreis (Vorlauf und Rücklauf).
  • 🔵 Blau — Kaltwasserversorgung (KW).
  • 🟠 Orange — Warmwasserversorgung (WW).

Diese Visualisierung erlaubt es, die Strömungsrichtungen schnell einzuschätzen und sich an den Rohrkreuzungen nicht zu verlieren.

Heizkreis: Gaskessel, Fußbodenheizung und Heizkörper

Wärmequellen und Schutz vor Beimischung

Als Hauptwärmequelle dient ein wandhängender Gas-Einkreiskessel. Als Reserve wird ein Elektrokessel verwendet.

Um eine Beimischung des Wärmeträgers im Vorlauf beider Kessel auszuschließen, sind Rückschlagventile installiert. Das garantiert, dass bei Betrieb einer Wärmequelle der Volumenstrom nicht durch den nicht arbeitenden Kessel zirkuliert.

Beimischgruppe für die Fußbodenheizung

Der heiße Wärmeträger wird vom Kessel über ein Rohr 32 mm bis zur ersten Verzweigung geführt. Hier ist eine Beimischgruppe auf Basis eines Dreiwegeventils mit Thermostatkopf installiert. Ihre Aufgabe ist es, die Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung auf komfortable Werte zu senken. Der Fußbodenheizkreis verfügt über eine eigene Umwälzpumpe und einen einfachen Verteiler (ohne integrierte Mischgruppe, daher erfolgt die Mischung am externen Dreiwegeventil).

Heizkörperverteilung

Nach der Beimischgruppe geht der Vorlauf auf ein Rohr 25 mm über und führt zum Heizkörperverteiler. Die Verteilung zu den Heizkörpern erfolgt nach einem Verteiler- (radialen) Schema — eine eigene Leitung zu jedem Verbraucher. Dadurch kann jeder Heizkörper abgesperrt werden, ohne die Anlage zu stoppen, und alle Verbraucher werden gleichmäßig erwärmt.

Kontrolle, Filtration und Bypass

Der Rücklauf folgt der Konfiguration des Vorlaufs (25–32 mm). Vor dem Gaskessel ist ein Schmutzfänger (Sieb) installiert. Vor und nach dem Filter sind Manometer montiert, wodurch sich der Verschmutzungsgrad des Filters am Druckabfall visuell beurteilen lässt. Vorlauf und Rücklauf sind zusätzlich mit Thermometern zur Temperaturkontrolle ausgestattet.

Im Heizkreis ist ein Ausdehnungsgefäß integriert, um die Wärmeausdehnung des Wärmeträgers zu kompensieren. Vorlauf und Rücklauf sind zusätzlich über einen Bypass mit Absperrhahn und Rückschlagventil verbunden. Diese Lösung verhindert, dass der Wärmeträger bei geschlossenen Heizkörpern im kleinen Kreis durch den Kessel zirkuliert (Schutz der Pumpe vor Überhitzung), und schließt zugleich eine Umkehr der Zirkulation beim Betrieb der Fußbodenheizungspumpe aus.

Kaltwasserkreis: Kaltwasser und Nachspeisung

Die Kaltwasserleitung ist mit einem Schmutzfänger und einem Wasserzähler ausgestattet. Die Wasserverteilung zu den Wasseranschlüssen erfolgt über einen Verteiler, was eine individuelle Versorgung jedes Verbrauchers gewährleistet.

Die Kaltwasserleitung ist zur Nachspeisung der Anlage mit dem Heizkreis verbunden. In die Kaltwasserleitung ist ein Ausdehnungsgefäß integriert, davor ist ein Rückschlagventil installiert. Das ist eine Standardlösung: Das Gefäß kompensiert die Wärmeausdehnung des Wassers bei der Erwärmung im Speicher, und das Rückschlagventil verhindert bei Druckanstieg einen Rückfluss des Wassers aus dem Speicher in die Kaltwasserleitung.

Warmwasserkreis: indirekt beheizter Warmwasserspeicher

Die Warmwasserquelle ist ein indirekt beheizter Warmwasserspeicher (IWS), der wandhängend montiert ist. Der IWS ist mit einem integrierten Heizstab zur Reserveerwärmung (elektrische Nacherwärmung) ausgestattet.

Die Wassererwärmung im IWS erfolgt über einen separaten Kreis vom Gaskessel (Rohr 25 mm, gelbbraune Markierung im Schema). Die Warmwasserverteilung erfolgt über einen Verteiler, analog zum Kaltwasser. In der Warmwasserleitung ist ein Thermometer zur Temperaturkontrolle installiert.

Beide Ausdehnungsgefäße (Kaltwasser und Heizung) sind mit Absperrhähnen (Polypropylen) und Ablasshähnen (Metall) ausgestattet. Der IWS ist ebenfalls mit einem Ablasshahn und einem Sicherheitsventil zum Schutz vor Überdruck ausgestattet.

Warum ist ein solches Projekt in 3D praktisch?

Flache Zeichnungen vermitteln oft kein vollständiges Bild davon, wie die Anlage in der Realität aussehen wird. Im TuboTools-Konstruktor lässt sich dieses Projekt:

  • aus jedem Blickwinkel drehen und betrachten;
  • komplexe Baugruppen vergrößern (Kesselanschluss, Beimischgruppe);
  • als fertige Vorlage für die eigene Planung nutzen.

Dieses Projekt ist eine hervorragende Grundlage für alle, die das Schema verstehen oder dem Kunden die künftige Montage zeigen möchten.